„Morgen kann kommen!“

Volksbank Alzey-Worms erzielt erneut überdurchschnittliches Wachstum / umfangreiche Stärkung des wichtigen Eigenkapitals

Vorstandssprecher Armin Bork und der stv, Vorstandssprecher Günter Brück präsentierten der Presse die Zahlen und Fakten über das Geschäftsjahr 2019.

Die Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz präsentiert sich nach wie vor in sehr guter und stabiler Verfassung, ist von innen heraus stark und trotzt so den vielfachen Herausforderungen, denen sich das Kreditgewerbe seit geraumer Zeit gegenübersieht. So lautete auch für das Geschäftsjahr 2019 die Kernbotschaft der Genossenschaftsbank mit Sitz in Worms bei der aktuellen Bilanzpressekonferenz. „Wir sind mit Ergebnis, Wachstum und Ertrag erneut sehr zufrieden“, betonte Vorstandssprecher Armin Bork.

Aufgrund des Wachstums sowohl bei den Kundenkrediten als auch bei den Kundeneinlagen erhöhte sich die Bilanzsumme im Jahr 2019 um ca. 227,0 Mio. Euro bzw. 6,1 % auf 3.943 Mio. Euro.

Um sehr gute 7,3 % legten die Buchkredite zu, wie der stellvertretende Vorstandssprecher Günter Brück ausführte. „Das übertraf unsere Erwartungen deutlich“, so Brück. „Geplant waren 5 %.“ Das Gesamtvolumen lag zum Jahresultimo bei 2.939,1 Mio. Euro. Besonders erfreulich hierbei war die Entwicklung im Bereich der privaten Baufinanzierung mit einer Steigerung um 9,7 % oder 87,1 Mio. Euro. Bereits in 2018 war man mit der Implementierung der Online-Plattform „Genopace“ erfolgreich ins Vermittler- und Plattformgeschäft eingestiegen und dieser Geschäftszweig hat erwartungsgemäß weiter zugelegt.

Die Kundeneinlagen verzeichnen mit +7,3 % ebenfalls ein deutliches Wachstum.

Der Zuwachs erfolgte, wie in den Vorjahren ausschließlich im kurzfristigen Bereich.

Auch beim Vermittlungsgeschäft war man mit insgesamt 1.542,2 Mio. EUR sehr erfolgreich.

Nach dem schwierigen Börsenjahr 2018 haben sich in 2019 die Vorzeichen völlig gewandelt. Es habe praktisch keine Assetklasse gegeben, führte Günter Brück weiter aus, mit der man kein Geld verdient habe. Der DAX verzeichnete ein Plus von

25,5 %, und durch die zurückgehenden Zinsen erhöhten sich auch die Kurse von Staatsanleihen und sonstigen festverzinslichen Wertpapieren.

Besonders gut liefen Immobilienfonds, nachhaltige Geldanlagen und Fondssparpläne. Dadurch konnte eine Steigerung der vermittelten Einlagen um 152,8 Mio. oder 11,0 % erzielt werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Maßnahmen auf dem Weg zur Wertpapierbank immer besser greifen“, freute sich Günter Brück. „So konnten wir im letzten Jahr 1.588 neue Wertpapierkunden gewinnen.“

Mit 168 vermittelten Objekten, einem Umsatz von 2,2 Mio. Euro und einem Objektumsatz von 41,0 Mio. legte das Team der Volksbank-Immobilien GmbH um Geschäftsführer Sascha Bentz das beste Geschäftsjahr seit Bestehen hin.

Zins- und Provisionsüberschuss bildeten sich insgesamt um rd. 1,5 Mio. € auf

96,9 Mio. zurück, wobei der Provisionsüberschuss um 0,2 Mio. Euro, und der Zinsüberschuss um 1,3 Mio. Euro zurückging. Auch diese Tendenz wird sich in den nächsten Jahren marktgegeben fortsetzen.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit 59,6 Mio. EUR nahezu konstant. Während die Personalkosten um 1,8 Mio. EUR auf rd. 38,5 Mio. EUR zurückgingen, stiegen die Sachaufwendungen geplant und dem Wachstum geschuldet um rd. 1,9 Mio. EUR auf 18,6 Mio. Euro. Die planmäßigen Abschreibungen blieben mit 2,6 Mio. fast konstant.

Der Saldo aus den sonstigen Aufwendungen und Erträgen beläuft sich bedingt durch die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen auf  -1,8 Mio. Euro. Während die sonstigen Aufwendungen um 1,5 Mio. Euro zurückgingen, stiegen die sonstigen Erträge um 0,5 Mio. Euro.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung stellt sich für 2019 mit 35,5 Mio Euro

(+0,5 Mio.) dar. „Damit spielen wir sowohl regional gesehen als auch deutschlandweit im Genossenschaftssektor weiterhin in der Champions-League der ertragsstarken Banken“, so Armin Bork. „Auch dieses Mal hätten wir zu Jahresbeginn nicht geglaubt, ein solches Ergebnis erzielen zu können.“

Das wichtige Eigenkapital konnte mit 28,4 Mio. Euro erneut kräftig gestärkt werden.

Verglichen mit allen Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands liegt die Volksbank Alzey-Worms mit ihrem Ergebnis wiederum deutlich über dem Durchschnittswert.

Risikokosten im Kreditgeschäft ergaben sich nicht. „Im Gegenteil – wir dürfen uns über eine Entlastung im Kreditgeschäft freuen. Durch das positive Börsenjahr profitierten wir von Wertaufholungen bei unseren Eigenanlagen.“

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 41,0 Mio. EUR.

Mit einem Steueraufwand von 11,9 Mio. EUR leistet die Bank in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl, und bleibt mit einem Budget von 527.000 Euro engagierter Spenden- und Sponsoringpartner.

Insgesamt war das Jahr 2019 für die Volksbank Alzey-Worms ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Zahlen und Ergebnisse zeigen, dass die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen vorausschauend waren und sich positiv auswirkten. Somit kann sie auch weiterhin konsequent das Ziel verfolgen, den privaten und gewerblichen Mittelstand der Region zu fördern. Gleichzeitig ist aus aufsichtsrechtlicher Sicht mit einer weiteren Erhöhung der Anforderungen an das vorzuhaltende Kernkapital der Banken zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund wird der diesjährigen Vertreterversammlung vorgeschlagen, eine reduzierte Dividende von 2,0 % an die Mitglieder auszuzahlen. Die Differenz zur bisherigen Dividendenhöhe fließt vollständig in das Kernkapital der Bank.

Die positive Entwicklung des Geschäftsergebnisses zeigten, dass der eingeschlagene Weg, das Eigenkapital als Rückgrat der Bank zu stärken und vorausschauend auf die Marktherausforderungen einzustellen, richtig sei.

Im Rahmen des Filialkonzeptes gab es fünf Veränderungen, die SB-Geschäftsstellen in Uelversheim und Udenheim wurden zum 30.11. bzw. 31.12. geschlossen, die Filialen West, Rheindürkheim und Albisheim wurden zu SB-Stellen umgebaut.

Für das Jahr 2020 steht die bereits im Jahr 2018 kommunizierte Schließung der Geschäftsstelle in Monsheim an, deren Kunden dann in Pfeddersheim betreut werden. Die dortige Filiale wird deutlich erweitert und zieht daher um in ein größeres Gebäude in der Pfiffligheimer Straße, das die Bank erworben hat und nun umbaut.

Weitere Veränderungen stünden laut Armin Bork momentan nicht an, jedoch machte er deutlich, dass das Zweigstellennetz auch weiterhin permanent im Auge behalte und entsprechend einer Kosten-Nutzungsbetrachtung gegebenenfalls reagieren werde. Man bleibe jedoch dauerhaft Partner in der Fläche mit einem dichten Netz von aktuell 50 Geschäftsstellen, davon 25 personenbesetzt und 25 SB-Stellen. Und bei allen Überlegungen war es Bork einmal mehr wichtig zu betonen: „Kein Mitarbeiter verliert wegen einer Filialschließung seinen Arbeitsplatz. Wir arbeiten ausschließlich mit sozialverträglichen Vorruhestandsregelungen.“

Dabei war es Bork, wie er sagte, ein Herzensanliegen, einmal mehr zu betonen: „Maßnahmen wie Filialschließungen oder die geplante Dividendenkürzung nehmen wir nicht vor, weil wir unsere Gewinne maximieren wollen, geschweige denn weil wir sie vielleicht in Form von riesigen Boni selbst einstreichen wollen. Das entspricht nicht unserer Philosophie und das tun wir nicht!“ Aber aufgrund abschmelzender Erträge und immer weiter steigenden Kosten für Regulatorik und Digitalisierung sei es für die Bank immens wichtig, weiter zu wachsen. „Wachstum ist für uns kein Luxus, sondern überlebensnotwendig.“

In seinem Schlusswort machte er deutlich, dass er seine Bank sich für die Herausforderungen der Zukunft bestens gewappnet sieht. Er selbst wird die Geschicke der Bank nur noch bis zum 30. Juni 2020 lenken, sich dann in den verdienten Ruhestand begeben und das Amt des Vorstandssprechers an Günter Brück abgeben. „Ich bin sehr stolz darauf“, so Bork, „dass für unsere Bank uneingeschränkt der künftige neue/alte Claim der Volksbank Raiffeisenbanken gilt: ,Morgen kann kommen – wir machen den Weg frei‘.“

Zahlen und Fakten 2019

Bilanzsumme 3.943,2 Mio. € (+ 6,12 %)
Bilanzielle Kundenforderungen 2.939,1 Mio. € (+ 7,3 %)
Avale    120,6 Mio. € (./. 3,5 %)                                                                                         
Bilanzwirksame Kundeneinlagen                                      3.133,2 Mio. € (+ 7,3 %)  
Zins- und Provisionsüberschuss                                                96,9 Mio. € (./. 1,5 %)                                   
Personalaufwand      38,5 Mio. € (./. 4,4 %)
Andere Verwaltungsaufwendungen      18,6 Mio. € (+11,1 %)
Betriebsergebnis vor Bewertung:      35,5 Mio. € (+ 1,43 %)
Bilanzgewinn        6,7 Mio. € (./. 9,5 %)
Anzahl Mitglieder 70.233 (Vorjahr: 70.587)

Anzahl Mitarbeiter

davon Auszubildende

davon Teilzeitbeschäftigte

      663 (Vorjahr 683)

        37 (46)

       220 (220)

 

Anzahl Geschäftsstellen

(davon SB-Stellen)

50  (52)

25  (24)