Volksbank-Stiftung: durch gelebte Nachhaltigkeit mehr erreichen

Wenn man von Nachhaltigkeit spricht, dann denkt man wahrscheinlich nicht unbedingt als erstes an eine Bank. Man denkt wohl eher an den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und in diesem Zusammenhang vielleicht auch an den Ursprung des Begriffes. Er stammt nämlich aus der Forstwirtschaft und bezeichnete eine umsichtige Form der Waldrodung im Hinblick auf das Nachwachsen der Bäume und somit auf langfristige Erhaltung des Bestandes. 

Dass aber auch eine Bank unter nachhaltigen Gesichtspunkten handeln kann, verdeutlichte unser Vorstandssprecher Armin Bork bei der Übergabe der Erträge aus der bankeigenen Stiftung. „Neben Aspekten, wie der Verantwortung für unsere Umwelt, in der wir letztlich alle stehen, oder für unsere Mitarbeiter, kommt einer weiteren sehr wichtigen Sache für uns große Bedeutung zu, und das ist die Verantwortung für die Region.“ Genereller Zweck einer Genossenschaft sei es, das Wohl ihrer Mitglieder zu fördern. „Für uns geht dieser Förderauftrag aber noch darüber hinaus. Wir sehen uns in der Verpflichtung gegenüber unserer Heimat und ihrer Menschen. Diese möchten wir fördern und voranbringen.“

Dafür hat die Volksbank mehrere Budget-Töpfe, einer davon ist die Stiftung, die in jedem Jahr ihre Erträge für gemeinnützige Zwecke ausschüttet. „Das ist übrigens ganz ähnlich, wie in der Natur“, stellte Stiftungsvorstand Willi Gerlach fest. „Ein Baum ist die solide und verlässliche Grundlage dafür, dass immer wieder neue Früchte hervorgebracht werden, die man ernten kann. Ganz ähnlich verhält es sich mit unserem Stiftungskapital, das in jedem Jahr Erträge erzeugt, die ausgeschüttet werden.“

Dieses Mal sind es – trotz Niedrigzinsphase -  insgesamt stattliche 52.575 Euro, die die Stiftung der Bank zur Verfügung stellen kann.

Wer in den Genuss der Zuwendungen kommt, hat hierbei der Stiftungsrat entschieden, der die Anträge im Sinne des Stiftungszweckes geprüft hat.

Für Armin Bork sind Termine wie eine solche Spendenübergabe immer wieder ganz besonders, denn hier kommt man den Menschen nahe. „Wir verwalten uns mittlerweile durch Regeln, Auflagen und Gesetze halbwegs zu Tode. Eines der neuesten Gesetze bezieht sich tatsächlich auch auf die Nachhaltigkeit. Unternehmen müssen hierbei in einem Bericht alles zusammentragen, womit diese in den verschiedensten Bereichen gefördert wird.“ Während Papier geduldig sei und man sich darin selbst über den grünen Klee loben könne, führte Bork weiter aus, habe man bei der Volksbank entschieden, diesen Bericht in der Theorie so kurz wie möglich zu halten. Worauf es wirklich ankomme, sei die Praxis. „Und wenn ich sehe, wie froh wir auch heute wieder einige Leute machen können, dann wiegt das für mich viel schwerer als eine Abhandlung zu tollen Taten auf Hochglanzpapier. Über Nachhaltigkeit reden ist gut, aber sie zu leben ist sehr viel besser. “