Langgässer-Literaturpreis an Rafik Schami vergeben

Lesung am Vorabend der Verleihung

Der Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis ist eine deutschlandweit angesehen Auszeichnung, die von der Stadt Alzey zum Gedenken an die am 23. Februar 1899 in Alzey geborenen Schriftstellerin Elisabeth Langgässer verliehen wird. Seit 1988 werden deutschsprachige Autoren durch eine Jury auserwählt, deren Werk sich durch ihren sprachlichen Ausdruck würdig in die Nachfolge Elisabeth Langgässers einreihen. Der Preis, der mit 7.500 Euro dotiert ist, wird im 3-Jahres-Rhythmus vergeben und seit 2006 von der Stiftung unserer Bank gespeist. Daher ist es – seit dieser Zeit - „auch guter Brauch und Sitte,“ dass wir als Sponsor zu einer Lesung mit dem jeweiligen Preisträger am Vorabend der Verleihung in unser Info-Center in Alzey einladen. Nur diesmal „mussten“ wir in die Mensa der Gymnasien ausweichen, denn der bekannte und beliebte Preisträger sprengte unser Raumangebot.

Gut 500 Besucher wollten den Schriftsteller und Autor Rafik Schami am Freitagabend erleben. Erleben ist bei ihm auch Programm, denn er sitzt nicht ruhig auf einem Stuhl, hinter einer Leselampe, sondern erzählend schreitet er die Bühne auf und ab. Geht vor und zurück, führt in seine Kultur als gebürtiger Syrer, der in Damaskus aufgewachsen ist, ein. Um dann in prächtigen Farben zum „Poetische Spaziergang durch Damaskus“, aus dem er 1971 nach Deutschland aufbrach, zu erzählen. Wie gebannt hängen die Besucher an seinen Lippen, verfolgen die gestikulierenden Arme. Rafik Schami, der mit bürgerlichem Namen Suheil Fadél heißt ist zudem promovierter Chemiker. Und er wohnt obendrein gleich um die Ecke, im nordpfälzischen Marnheim.

Unsere Vorstandsmitglieder Arno Zimmermann und Günter Brück begrüßten vorab Autor und Publikum, bevor dann am nächsten Morgen Stadtbürgermeister Christoph Burkhard den Literaturpreis übergab. Die Laudatio hielt der Historiker Dr. Wolfgang Niess.