Bautzen ist eine Reise wert

Klaus Martin, der Vorsitzende des Freundschaftskreis Bautzen-Worms e.V. (links) erläutert unserem Vorstandssprecher, Armin Bork, (Mitte) sowie Oberbürgermeister Michael Kissel (rechts) einige Details der Bautzen-Sanierung, die auf elf Rollups derzeit in unserer Bank zu sehen sind

Auf Schautafeln ist derzeit in der Hauptstelle in Worms Ihrer Volksbank Alzey-Worms die erfolgreiche Altstadtsanierung zu sehen.

Bautzen, die Stadt die durch ihre berüchtigten Gefängnisse (Gelbes Elend und Stasi-Gefängnis) großen Teilen den westlichen Bürgern bekannt war, wurde völlig überraschend im November 1989 von der damaligen DDR-Führung Worms als Partnerstadt „zugeteilt.“ Es gab heftige Diskussion im Stadtrat, so erläutert es Klaus Martin, der Vorsitzende des Freundeskreis Bautzen-Worms e.V. am Donnerstagabend in der glaskuppelgekrönten Kundenhalle der Volksbank am Marktplatz.

Dort hatte der Freundeskreis, die Stadtverwaltung und die Volksbank als Gastgeber zu einer Sonderschau „Rettet die Altstadt – 20 Jahre Stadtsanierung Bautzen“ eingeladen. Elf Rollups sind mit zahlreichen Bildern und Texten, Erklärungen und Statistiken zu sehen.

Armin Bork, Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte, dass die Volksbank gerne die Ausstellung präsentiere. Zum einen eben auch wegen des von den Bautzenern geleisteten Sanierungs- und Aufbauwillens: „… dies entspräche ganz und gar dem genossenschaftlichen Gedanken, Hilfe zur Selbsthilfe.“ Aber Bork verwies auch auf die eigene enge Bindung der Bank, die mit dem sog. „Kreuznacher Kreis“ beide Städte Worms und Bautzen, als Mitglieder vereine.

In seinem Grußwort berichtete Oberbürgermeister Michael Kissel von seinen eigenen Eindrücken von Visiten in der Partnerstadt an der Spree in Oberlausitz. So konnte er sich erinnern, dass aus alten, verwaisten Häusern, Bäume aus den Fenstern wuchsen. Aber, „… das ist Geschichte…“ meinte der Stadtchef und verwies auf das Hier und Jetzt, wo sich Bautzen auf einem sehr guten Weg befinde und ein Teil Europas geworden ist.

Klaus Martin, der just ein paar Tage zuvor die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz vom Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Prof. Dr. Hans-Jürgen Steinmetz überreicht bekam, ließ die alte, aber vor allem auch die junge Stadtentwicklung von Bautzen Revue passieren.

Musikalisch bereicherten Florian Seelig, Matthias und Andreas Merkelbach, Mitglieder der "Blaskapelle 1959 Abenheim, die Vernissage.

Bis 17. Mai ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten in der Hauptstelle (Marktplatz 19) zu sehen.