Volksbank Alzey-Worms ehrt Mainzer Schwimmverein mit Bronze

Erhalt des Mombacher Schwimmbades stark genug für Silber?

Großer Jubel herrschte im Mainzer Hilton beim Mainzer Schwimmverein. Tobias Schmitz und Franz-Josef Thümes, Vorstandsmitglieder unseres Hauses, überreichten dem ersten Vorsitzenden Torsten Traxel den „Großen Stern des Sports“ in Bronze. Die Auszeichnung wird an Sportvereine für ihr besonderes soziales Engagement vergeben. Zahlreiche Repräsentanten aus Mainz, Worms und Alzey feierten mit Vereinsvertretern aus Rheinhessen und der Vorderpfalz. Großer Applaus ertönte, als der Mainzer Schwimmverein den begehrten Preis entgegennahm. Mit einem Projekt zum Erhalt, dem barrierefreien und familienfreundlichen Ausbau des Mainzer Schwimmbads „Am Großen Sand“ hatte der Verein die Jury überzeugen können. Auf Platz zwei und drei kamen der Verein für Rasensport VfR Wormatia 08 Worms und die Turngemeinde 1904 Kriegsheim.

Die Spannung unter den Teilnehmern war spürbar. Aus ganz Rheinhessen und der Vorderpfalz haben sich die nominierten Sportvereine sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Sport und Presse am vergangenen Freitag auf den Weg nach Mainz gemacht – zur Verleihung der „Sterne des Sports“ in Bronze der Volksbank Alzey-Worms.

Nach dem stimmungsvollen Auftritt des Kunst-Kraft-Sportverein Mainz-Finthen begrüßten die Vorstandsmitglieder Tobias Schmitz und Franz-Josef Thümes die knapp 80 Gäste im ausgebuchten Festsaal des Hilton Hotels. Neben den Vertretern von 22 Sportvereinen, die sich um den Sportpreis beworben hatten, waren auch geladene Gäste aus Politik, Sport und den Medien anwesend: Die Mainzer Ortsvorsteher Sabine Flegel und Herbert Schäfer, Joachim Friedsam, Geschäftsführer des Sportbund Rheinhessen, Uwe Franz, Sportdezernent von Worms und Anke Rebholz vom Fachbereich Bürgerdienste, Sport in Alzey.

Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund und die Volks- und Raiffeisenbanken zeichnen die „Sterne des Sports“ das soziale Engagement von Sportvereinen aus und werden in den drei Stufen Bronze, Silber und Gold auf Orts-, Landes- und Bundesebene ermittelt. Der Wettbewerb wird von Ihrer Volksbank bereits im siebten Jahr auf der Bronze-Ebene ausgeschrieben.

22 Sportvereine aus Mainz, Rheinhessen und der Vorderpfalz wurden in diesem Jahr für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die beeindruckende soziale Arbeit der Vereine, die ohne den ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder nicht realisierbar sei, lobte die Gonsenheimer Ortsvorstehering Sabine Flegel in ihrem Grußwort. Der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen, Joachim Friedsam, hob die Gemeinnützigkeit der Projekte hervor, die von Menschen erbracht werden, die sich in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Die Arbeit der Vereine würde allzu oft für zu selbstverständlich genommen. Umso wichtiger sei es, durch die Unterstützung von Wettbewerben wie den „Sternen des Sports“, dieses Engagement ins Rampenlicht zu stellen. Gerade Integration durch Sport müsse stärker von allen Menschen unterstützt und bekannt werden.

Dass der Sport an sich keine Sprachbarrieren kennt, zeigt sich an der diesjährigen Vielfalt der eingereichten Konzepte, die sich stark machen für eine besondere Willkommenskultur für Flüchtlinge und Asylbewerber vor Ort.

Nach einer beeindruckenden Preisverleihung erläuterten die Vertreter der Siegervereine ihre Konzepte.

Mit dem Siegerprojekt „Erhalt und erfolgreiches Betreiben des Mombacher Schwimmbades und barrierefreier, familienfreundlicher Ausbau“ bewarb sich der Mainzer Schwimmverein. Für das Mombacher Hallen- und Freibad „Am großen Sand“ sah es vor zehn Jahren nicht gut aus. Das städtische Schwimmbad stand aus finanziellen Gründen vor der Schließung. Der Mainzer Schwimmverein übernahm das Bad von der Stadt und bewahrte es so vor dem Aus. Investitionen in Millionenhöhe haben das Bad mittlerweile zu einem modernen Ausflugsziel für Jung und Alt gemacht. Barrierefreiheit und attraktive Angebote für Kinder und Familien sind dabei verbindliche Elemente. Diese Leistung wurde von der Jury mit 1.000 Euro Preisgeld und dem ersten Platz belohnt, den der erste Vorsitzende Torsten Traxel entgegennahm.

Mit der Maßnahme „Grenzen achten – Kampagne gegen sexuelle Anmache“ beeindruckte der zweitplatzierte VfR Wormatia Worms. Dabei geht der Verein über den Fußball in sensibler Vorgehensweise kriminal-präventiv an sexuelle Grenz-überschreitung heran. Ziel ist es, jungen Menschen die Hemmung zu nehmen, über negative Erlebnisse zu sprechen, sich zu offenbaren und einen besseren Umgang zwischen den Geschlechtern herbeizuführen. Das Projekt richtet sich vor allem an junge Männer, um ihnen einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Frauen zu vermitteln, was von der Jury mit Platz zwei und einem Preisgeld von 750 Euro belohnt wurde.

Die drittplatzierte Turngemeinde Kriegsheim setzt sich vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland zum Ziel, ältere Menschen und Asylbewerber in ihrer Selbständigkeit und Mobilität zu unterstützen, sie aus ihrer Isolation in die Gemeinschaft zu holen. Senioren und Flüchtlinge erleben bei gemeinsamer Bewegung ein gutes Miteinander. Für die Sportangebote  konnten bislang 17 Flüchtlinge, darunter Männer, Frauen und Kinder, gewonnen werden. Sie werden auch außerhalb des Vereins persönlich von Vereinsmitgliedern betreut. Für dieses Engagement erhielt der Verein den mit 500 Euro dotierten dritten Platz.

„Es ist der Jury nicht leicht gefallen, aus diesen gleichermaßen wichtigen und erfolgreichen Projekten eines als Gewinner auszuwählen“, bekannte Tobias Schmitz. Doch gehe „es nicht um sportliche Glanzleistungen, sondern um das besondere Engagement der Sportvereine“.

Franz-Josef Thümes ergänzte nach der Präsentation der Siegerkonzepte: „Unsere ‚Sterne des Sports‘ sind mehr als nur ein Geldpreis. Sie sind vor allem ein Zeichen der öffentlichen Anerkennung und ein Dankeschön an all diejenigen, die sich für die Belange ihrer Mitmenschen einsetzen“. Ein treffender Schlusssatz, der den Wettbewerb nicht besser beschreiben kann.

Der Mainzer Schwimmverein hat als Gewinner des „Großen Sterns des Sports“ in Bronze der Volksbank Alzey-Worms nun die Chance, auf Landesebene den „Großen Stern des Sports“ in Silber und damit weitere 2.500 Euro für seinen Verein zu gewinnen. Auf Bundesebene kämpft der Gewinner dann um Gold, womit eine Prämie von 10.000 Euro verbunden ist. Diese Preisverleihung findet mit einer feierlichen Gala in Berlin mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel oder dem Bundespräsidenten Joachim Gauck statt.

Die „Sterne des Sports“ haben sich zu einem bundesweit gesellschaftspolitischen Event entwickelt, alljährlicher Höhepunkt ist die Reise zu den „Sternen des Sports“ in Gold nach Berlin. Wir waren in den letzten Jahren bereits mit zwei Vereinen dort vertreten. Bei den Verantwortlichen hofft man, dass sich der Mainzer Schwimmverein mit seinem engagierten Konzept auch landesweit durchsetzen wird, um der Sportstadt Mainz auf Bundesebene einen weiteren Triumph in Gold zu bescheren.

Die drei Preisträger auf einen Blick. Die Volksbank Alzey-Worms überreichte die „Sterne des Sports“ in Bronze an Sportvereine, die ein besonderes gesellschaftliches Engagement zeigen. Großer Jubel herrschte nicht nur beim Mainzer Schwimmverein (Mitte), der die Auszeichnung gewann. Auf Platz zwei und drei kamen der VfR Wormatia 08 Worms  (Mitte rechts) und die Turngemeinde 1904 Kriegsheim (Mitte links). Von links: Tobias Schmitz, Vorstandsmitglied Volksbank Alzey-Worms, Marina Scherrer, TG 1904 Kriegsheim, Torsten und Tina Traxel, Mainzer Schwimmverein, Gerd Obenauer und Jasmin Hofmann, VfR Wormatia 08 Worms und Franz-Josef Thümes, Vorstandsmitglied Volksbank Alzey-Worms.

Foto: Rudolf Uhrig | Volksbank Alzey-Worms