Wormser Bedwarmer-Curling-Volksbank-Cup

Und schon wieder räumen die Fischerwääder ab

Bei der 3. Auflage des „Wormser Bedwarmer-Curling-Volksbank-Cup“ herrschte prächtige Stimmung in der Kammererstraße

Wie sagt der Rheinhesse „… alles was zum zweiten Male stattfindet, ist Tradition.“ Insofern hat sich wohl der „Wormser Bedwarmer-Curling-Volksbank-Cup“ etabliert, denn am Wochenende wurde zum dritten Male „gecurlt.“ Und das sogar „gegen widrige Umstände“. Denn zu diesem Präzisionssport gehört nun mal Eis. Aber woher in unseren Breiten nehmen, denn auch hier zu Lande ist der Winter nicht mehr das was er einmal war. Und bekanntermaßen gibt es auch aktuell keine Eisbahn auf dem Marktplatz. Schwierige Situationen bringen einen dazu, sich hilfreiche Ideen einfallen zu lassen, oder: Not macht erfinderisch. So erinnerte sich Gerd Vogt, der städtische Sportförderer unter dessen Ägide der Cup durchgeführt wird, dass in der Nibelungen-Inszenierung von Gil Mehmert "Das Leben des Siegfried" Nina Petri und Mathias Schlung auf einer Kunsteisbahn 2009 Pirouetten drehten.

Und diese Kunst-Eisbahn stand nun in der Kämmererstraße, wo am Samstagabend wieder ufoähnliche Gebilde über ihre Oberfläche glitten, oder besser „hoppelten.“ Denn – wie es der Name verrät – es ist Kunsteis, dessen Beschaffenheit anders ist und somit auch andere Anforderungen stellt, als die „Bettflasche“ graziös auf die Reise zu schicken. Eher eine Wurftechnik ist da angebracht, denn die Bahn ist langsam, fast stumpf.

Wegen der vielen taktischen Raffinessen, auch als Schach auf dem Eis bezeichnet, ist nicht nur Technik gefragt, sondern eben auch Taktieren. Versuche ich in den Mittelkreis zu kommen und somit gegebenenfalls die dort schon platzierte gegnerische „Bettflasche“ zu treffen und sie somit sogar noch näher an den Sieg zu bringen? Überlegungen und mannschaftliche Absprachen sind da schon wichtig.

Wer das alles am besten beherrschte, waren wiederum „die Fischerwääder.“ Nacheinander warfen sie ihre Gegner, u.a. das Stadtmarketing-Team (2. Platzierter) und die drei Damen plus ein Herr vom „Blaue Pause“-Team der BBS-Wirtschaft (3. Platz), aus dem Rennen und standen am Ende, vielleicht auch etwas vom Glühweinstand des Trappenberg, der gemeinsam mit dem TV Leiselheim, Hütte und Eisstockbahn betreute, „gedopt…?“, auf dem Siegertreppchen.

Aber Gerd Vogt, der gleichsam als amüsanter Moderator und strenger Schiedsrichter fungierte, meinte, „die geistigen Mittelchen“ stünden ja jeder anderen Mannschaft auch zur Verfügung. Nicht genug getrunken und somit ausgeschieden waren am Ende: EWR, Die grüne Welle, Hornbach, Die Macher, die Fischerstecher, die Schneesportler vom Trappenberg und die dazu gehörigen Damen, die „Lady’s vom Trappenberg.“

Im Beisein zahlreicher „Zaungäste“ legte Bernd Rissel, Bereichsleiter der Unternehmenskommunikation unserer Bank den vier Herren „die Gold-Medaillen“ um die Hälse. “Dann auf ein Neues – in 2017“, meinte er begeistert von der Resonanz und der Gaudi.