Das Betriebsergebnis vor Bewertung konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals um 0,5 Mio. € auf rd. 40 Mio. € erhöht werden. Es beläuft sich auf 1,28 % der durchschnittlichen Bilanzsumme und ist damit mehr als nur zufriedenstellend. „Das Bewertungsergebnis verlief deutlich günstiger als erwartet und mit dem Jahresergebnis insgesamt können wir rundherum zufrieden sein.“

Das Jahresergebnis erlaube der Volksbank eine deutliche Dotierung - also eine Erhöhung und Stärkung - des Kernkapitals, so Hühn weiter, und es sei geplant, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 8,8 Mio. € den Mitgliedern eine  Dividende von 2,4 Mio. € ausschütten. Zwar werde der Dividendensatz geringfügig auf 5 % reduziert (im Vorjahr belief sich der Dividendensatz auf 5,4 %, bzw. 5,6 % bei der VR-Bank in Gonsenheim), jedoch möchte man den Mitgliedern einen Fusionsbonus von 1 % gewähren und somit den Dividendensatz auf 6 % erhöhen. „Damit bedanken wir uns bei unseren Mitgliedern sowohl für ihr Vertrauen als auch für Nachsicht und Verständnis, wenn während der Umstellung vorübergehend nicht alles ganz rund gelaufen ist.“

Nicht zuletzt durch die gute Verfassung ist es der Volksbank Alzey-Worms auch möglich, im Bereich Kultur-, Sport- und Sozialsponsoring die Region nachhaltig zu unterstützen. „Als älteste Volksbank in Rheinhessen (in Worms gegründet 1860) und auch als älteste Volksbank in der Pfalz (in Kirchheimbolanden gegründet 1864) fühlen wir uns für unsere Heimat verantwortlich und tragen daher aktiv zu deren Erhaltung und Weiterentwicklung bei.“

Allein die volksbankeigene Stiftung hat im letzten Jahr 60.000 € Förderungsmittel ausgeschüttet.

Nach der Präsentation des Zahlenwerkes erläuterte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Theo Stauder die Gründe und Auswirkungen der Fusion: „Der Rückgang des Zinsergebnisses, der anhaltende Kostendruck und die Regularien erfordern in Zukunft größere Institute.“ Durch die übereinstimmende Geschäftspolitik, die gleichen Strategien und Philosophien sei es naheliegend gewesen, die Verschmelzung herbeizuführen, die in Rekordzeit über die Bühne gegangen sei. Damit sei die Zukunftsfähigkeit gesichert, die neue vereinigte Bank verfüge über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung und Vermögenssituation. Die regionale Heimat Rheinhessen bezeichnete Stauder als „interessanten Markt mit den bedeutenden Wirtschaftsfaktoren Alzey, Mainz und Worms“ für die neu vereinigte Bank. Deren Zusammenschluss sei im Rekordtempo über die Bühne gegangen, so Stauder weiter, im Januar 2014 wurden die Fusionsgespräche aufgenommen und bereits am 24. September erfolgte die Eintragung in das Genossenschaftsregister. Er betonte außerdem, dass alle Mitarbeiter unverändert mit an Bord sind, vor allem in den Mainzer Filialen stehen auch weiterhin die vertrauten Ansprechpartner zur Verfügung. Eine neue Betriebsvereinbarung regelt den Ausgleich sozialer Nachteile und betriebsbedingte Kündigungen wurden für fünf Jahre ausgeschlossen. „Zwischenzeitlich haben sich die neuen Strukturen in der gemeinsamen Bank gefestigt“, so Stauder abschließend, „unsere gemeinsame Arbeit ist von Vertrauen geprägt, die  Menschen passen zueinander. Mit großer Zufriedenheit können wir feststellen: die Fusion war die richtige Entscheidung.“