Wein anders gesehen

Eröffnung der Ausstellung in Ihrer Kundenhalle der Filiale Alzey

Wein-Cartoons von Ehrhard Hütz

Prof. Dr. Hans-Jörg Koch und Ehrhard Hütz, beides Ur-Rheinhessen, hatten 2014 den ersten Wein-Cartoon-Band „Öchslewutz und Killerhefen“ herausgebracht. Ein Werk, dass in den Medien freilich große Aufmerksamkeit erlangte, denn so etwas gab es vorher noch nicht. Richter, Hochschullehrer und Ministeriums-Mitarbeiter war Koch zu aktiven Berufstagen, doch immer hat er sich zum Schreiben von Aufsätzen, Artikeln und Büchern hingezogen gefühlt. Humorvoll, ironisch, witzig, all das sind die Geschichten, die er in vorerwähntem Werk erzählt. Trefflich den Rheinhessen auf Mund, Teller und Glas geschaut. Aber auch dahinter, in die Seele seiner Landsleute. Denn wer könnte Eigenarten, Befindlichkeiten und Wesen jenes „Volksstammes“ besser kennen?

Die „Bilder“ dazu fertigte Ehrhard Hütz. Ebenfalls „anerkannter und ausgewiesener“ Rheinhesse. Natürlich ebenso dem Rebensaft zugetan, wie dem Zeichenstift. Denn der einstige Alzeyer Kunstlehrer illustrierte die Koch-Geschichten.

Ein kongeniales Paar also. Und das hatte sich am Montagabend in der Kundenhalle auf Einladung der Volksbank Alzey-Worms, in Alzey, eingefunden. Denn dort fand die Vernissage zu den Hütz’chen Cartoons statt. Günter Brück, Vorstandsmitglied Ihrer Volksbank, begrüßte die Künstler aber auch viele, viele Gäste aus Politik und Wirtschaft. Er griff in seiner Wortwahl gerne die ironischen und satirischen Seiten des Buches auf, formulierte eindeutig zweideutig, witzig, aber gleichwohl mit großer Anerkennung für Text und Zeichnung.

Koch erläuterte warum und wieso es zu jenem Buch kam, bedankte sich bei den Initiatoren der Ausstellung, aber auch bei seinem Partner Ehrhard Hütz, mit dem er bereits andere Projekte in die Tat umsetzte. Hütz hingegen zeigte sich dann weitab von Lakonie. Er erläuterte Begriffe und Ideen, aber auch warum und wieso die Cartoons so geworden sind wie sie sind… Mit leichter Zunge zitierte er Lessing und Brecht, aber auch befreundete Pfarrer und Winzer. Manchmal heftig und deftig, manchmal „zartfühlend“, ebenso wie es sein Duktus seiner rund 40 Zeichnungen ausmacht.

Heitere Gesichter allenthalben am Eröffnungsabend; und die hoffen auch Hütz und Koch weiterhin zu sehen, denn lustig, aber auch listig und hintergründig sind die Zeichnungen – und ihre Titel – allemal. Vieles gilt es zu entdecken und zu enträtseln.

Bis 21. Mai sind die Cartoons zum Buch in der Kundenhalle in der Hospitalstraße 15 in Alzey – zu den üblichen Öffnungszeiten – zu sehen. Und wer Lust und Laune hat kann ein paar Meter weiter gehen, zum Roßmarkt, dort ist die Buchhandlung Machwirth. Und jene haben freilich auch das zugrunde liegende Buch in ihren Regalen.