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Meldungen von Ihrer Volksbank Alzey-Worms eG

Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen. Wir informieren die Presse regelmäßig über Aktivitäten und Neuigkeiten in eigener Sache. Über die Links gelangen Sie zur Vollversion der jeweiligen Pressemitteilung.

30.08.2022 - Preisverleihung Sterne des Sports 2022

„Großer Stern des Sports“ in Bronze in Mainz verliehen

Gruppenfoto aller Sieger des Sterne des Sports 2022 mit Günter Brück (Vorstandssprecher), Tobias Schmitz (stv. Vorstandssprecher) und Klaus Kuhn. Bild: Rudolf Uhrig, Volksbank Alzey-Worms

Gesellschaftliches Engagement in Sportvereinen fördern und belohnen - das ist das Ziel der „Sterne des Sports“. Der Wettbewerb ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes mit den Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland.

Auf regionaler Ebene werden die Sterne des Sports in Bronze durch den Sportbund Rheinhessen zusammen mit der Mainzer Volksbank und der Volksbank Alzey-Worms ausgeschrieben.

Auch im Jahr 2022 haben sich wieder zahlreiche Vereine aus dem Geschäftsgebiet der beiden Banken beteiligt und damit gezeigt, dass sie über den Tellerrand des Wettkampfsports hinausschauen und sozial aktiv sind.

„Die Vereinsarbeit war in den letzten zweieinhalb Jahren besonders belastet durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Der Sport stand zeitweise still. Dennoch arbeiteten zahlreiche Vereine unermüdlich daran, ihre Mitglieder in Bewegung zu halten. Neben Online-Trainingsangeboten wurde auf vielfältige Weise Hilfe angeboten, die weit über den Sport hinausging. Hier haben die Sportlerinnen und Sportler wieder einmal gezeigt, dass sie eine große Familie sind, die andere unterstützen. Es ist schön, dass solches Engagement durch die Sterne des Sports gewürdigt wird“, lobt der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, den seit 2004 zum 19. Mal in der Region ausgeschriebenen Wettbewerb. 

Wie im vergangenen Jahr wurden die Gewinner in zwei getrennten und bewusst kleinen gehaltenen Feierstunden ausgezeichnet. Den Anfang machte die Volksbank Alzey-Worms, die zwei eigene „Sterne des Sports“ in Bronze als Auszeichnung an die Siegervereine aus Rheinhessen und aus der Nordpfalz in ihrem Geschäftsgebiet verleiht. So ging der Stern des Sports in Bronze für die Nordpfalz an den Kampfsportverein Vikings Muay Thai aus Marnheim, der mit seinem Projekt „Baum-Guard“ erneut ein überzeugendes Konzept rund um den Erhalt der Natur vorlegte und die höchste Punktzahl unter allen Preisträgern erreichte.

Der zweite Stern in Bronze für Rheinhessen wurde der Turngemeinde Osthofen für ihr Projekt „Eine Streuobstwiese für Osthofen“ verliehen. Hier überzeugte vor allem das ehrenamtliche Engagement der 14-jährigen Nele Naumann, die sich nicht nur im Verein für die Vielfalt der Natur stark macht.

Unsere Sterne des Sports stehen für die Bereitschaft der Vereine, über den Sport hinaus gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sie alle leisten mit Ihrer Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gemeinschaft und sind ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruktur. Heute Abend verbeugen wir uns vor ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit und möchten ihre Arbeit in das Licht der Öffentlichkeit rücken“, lobte der Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, Günter Brück, alle Vereine, die am Wettbewerb teilgenommen hatten.

Zwei Tage später folgte die die Prämierung der Mainzer Volksbank, bei der der Vorstandsvorsitzende Uwe Abel den Teilnehmern seinen Respekt zollte. „Sportvereine sind der Puls unserer Gesellschaft. Sie beleben unsere Region und engagieren sich Tag für Tag, auch weit über den Sport hinaus. Das ist großartig und unsere Sterne des Sports wollen dieses Engagement würdigen.“

Ein Stern des Sports in Bronze ging an den Inklusiven Sport- und Kulturverein Mainz „Die Erdmännchen“. Auch die Mainzer Volksbank vergibt einen zweiten Stern in Bronze an die hessischen Vereine ihres Geschäftsgebiets. Hier war wie im Vorjahr der Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden erfolgreich, der diesmal für das Projekt „Kim-Chi Wiesbaden bewegt Dich“ ausgezeichnet wurde.

Zu den Gratulanten gehört auch Sportbund-Rheinhessen-Geschäftsführer Thorsten Richter: „Die Sterne des Sports sind der wichtigste und erfolgreichste Vereinswettbewerb in Deutschland, dessen Sieger vom Bundespräsidenten ausgezeichnet werden. Durch ihre Bewerbung können Vereine Aufmerksamkeit und im Fall einer Prämierung auch finanzielle Unterstützung gewinnen. Die teilnehmenden Vereine zeigen Jahr für Jahr mit innovativen Ideen welch kreative Kraft in unseren Sportvereinen steckt.“

Während für alle Platzierten Preisgelder in der Höhe von 250 bis 1.500 Euro ausgeschüttet wurden, ist mit dem Hauptgewinn in Bronze eine Prämie von 2.000 Euro verbunden. Die mit einem Bronze-Stern ausgezeichneten Vereine konkurrieren nun auf Rheinland-Pfalz-Ebene um den Stern des Sports in Silber. Die Landessieger qualifizieren sich dann für die Endrunde um den Großen Stern des Sports in Gold, der einen Geldpreis von 10.000 Euro mit sich bringt. Die Preisverleihung in Gold findet Anfang 2023 mit einer feierlichen Gala in Berlin mit Bundeskanzler Olaf Scholz oder dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier statt.

04.08.2022 - Internationaler Jugendwettbewerb 2022

Volksbank Alzey-Worms eG gratuliert Schülerin aus Ingelheim zum Bundessieg beim 52. Jugendwettbewerb „Was ist schön?“

Auch in diesem Jahr verzeichnete die Volksbank Alzey-Worms eG eine rege Teilnahme beim Internationalen Jugendwettbewerb „jugend creativ“. Rund 1.100 Bilder wurden eingereicht, 6 Kurzfilme und 500 Quizlösungen. Bundesweit waren über 305.000 Beiträge eingegangen. „Was ist schön?“ lautete das Thema der 52. Wettbewerbsrunde, welches Kinder und Jugendliche dazu animierte, ihre Vorstellungen von Schönheit in Bildern und Kurzfilmen festzuhalten oder am Quiz teilzunehmen. Nach Jurierungen auf Orts- und Landesebene wählten Mitte Mai die Bundesjurys in Berlin die besten Bilder und Kurzfilme Deutschlands aus. Ricarda aus Ingelheim ist eine der Bundespreisträgerinnen. Die 18-Jährige überzeugte die Jury mit ihrem Bild und belegte in der Kategorie Bildgestaltung den 5. Platz in der Altersgruppe der 10. bis 13. Klassen.

Ricarda hatte ihren Wettbewerbsbeitrag bei der Volksbank Alzey-Worms eG eingereicht, die der Schülerin herzlich gratuliert: „Wir freuen uns sehr, dass sich Ricarda mit ihrem Bild gegen die große Konkurrenz durchsetzen konnte und ihr Talent bei der Bundespreisträgerakademie weiter gefördert wird“, so Jasmin Fiebig von der Volksbank Alzey-Worms eG, die den Jugendwettbewerb im Geschäftsgebiet der Bank verantwortlich betreut und Ricarda auch die Urkunde für den Bundessieg überreichte. „Wir möchten uns nicht nur bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanken, sondern auch bei den vielen engagierten Lehrkräften, die den Erfolg des Wettbewerbs erst möglich machen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Schulen in ihrem Bildungsauftrag zu unterstützen und zur Kreativitätsförderung junger Menschen beizutragen.“

Die Bundesjury zeigte sich vom Bild der Schülerin beeindruckt: „Wie muss ein schöner Körper aussehen? Gibt es dafür Normen und welche individuellen Formen sind tatsächlich Teil der Schönheit einer Gesellschaft? Diese Fragen stellen sich beim Blick auf die weiblichen Figuren dieser ausdrucksstarken Malerei. In einzelnen Parzellen sitzen unzählige Frauen mit entblößtem Oberkörper in einem schier unendlichen Raum. Die Nacktheit und die Unterschiede der Körper und Hautfarben bilden einerseits die Vielfalt der Menschen ab, hier irritiert aber die an ein Spiegelkabinett erinnernde Situation. Kann es sich noch um Individuen handeln oder sitzen hier Avatare? Ein starkes, existenzielles Zerrbild mit Blick auf die aktuelle Definition von Diversität“, so Bundesjuror Dr. Sebastian Baden, Kurator zeitgenössische Kunst/Skulptur/Neue Medien, Kunsthalle Mannheim, ab Juli 2022 Direktor der Kunsthalle Schirn in Frankfurt/Main und mehrfacher „jugend creativ“-Preisträger.

 

Talentförderung bei der Bundespreisträgerakademie

Alle Bundessiegerinnen und Bundessieger werden mit dem von den Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgeschriebenen Hauptgewinn, der Teilnahme an dem exklusiven „jugend creativ“-Bundespreisträgerworkshop in der Akademie Westerham bei München, ausgezeichnet. Ende August erleben die jungen Talente eine abwechslungsreiche Woche, die ganz im Zeichen von Kunst und Kreativität steht und auch jede Menge Spaß, Freizeit und gemeinsame Aktivitäten bietet.

Am 4. Oktober 2022 startet der 53. Internationale Jugendwettbewerb zum Thema „WIR. Wie sieht Zusammenhalt aus?“ unter der Schirmherrschaft von Kultur-Staatsministerin Claudia Roth.

12.07.2022 - Top-Fördermittelbank 2021

Volksbank Alzey-Worms als Top-Fördermittelbank 2021 ausgezeichnet

DZ BANK überreicht Preis im Fördermittelgeschäft

Auszeichung Förderbank
Über die Auszeichnung „Top-Fördermittelbank 2021“ freuen sich die Bereichsleiter Firmenkunden Ralf Ludwig (rechts) und Steffen Boenigk (links), Detlef Schüler, DZ BANK, und Jürgen Eppelsheimer, Direktor Firmenkunden (zweiter von rechts)..

Die Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz erhielt Anfang Juli 2022 die in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe besondere Auszeichnung „Top-Fördermittelbank“ durch die DZ BANK für das Geschäftsjahr 2021. Die Urkunde überreichte Detlef Schüler von der Investitionsförderung der DZ BANK an Jürgen Eppelsheimer, Direktor Firmenkunden, und die Bereichsleiter für das Firmenkundengeschäft, Steffen Boenigk und Ralf Ludwig.

Der jährlich verliehene Preis würdigt den starken Einsatz der Volksbank Alzey-Worms für öffentliche Finanzierungshilfen und staatliche Förderprogramme bei Finanzierungs- und Investitionsvorhaben von Privatkunden, Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben. Die Auszeichnung ist Ausdruck der hohen Beratungsqualität und Kompetenz der Bankberaterinnen und -berater, die ihre Kunden auf die Möglichkeiten zinsgünstiger öffentlicher Kredite und Zuschüsse hinweisen und diese aktiv in die individuellen Finanzierungslösungen einbinden.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen des Bundes und des Landes, die Privatpersonen, Unternehmer und Investoren bei ihren Vorhaben unterstützen sollen. Die Förderkredite müssen über eine Geschäftsbank beantragt werden.

Die Kreditnehmer profitieren dabei von zinsgünstigen Konditionen, Tilgungszuschüssen oder einer Haftungsübernahme.

Insgesamt über 59,9 Millionen Euro an neuen öffentlich geförderten Darlehen hat die Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz ihren Kunden im vergangenen Geschäftsjahr zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Vorhaben des privaten Wohnungsbaus, Existenzgründungen sowie Investitionen von Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben konnten dank passender Förderprogramme zinssubventioniert oder mit einem Zuschuss finanziert werden.

Sichtlich stolz nahmen Jürgen Eppelsheimer, Steffen Boenigk und Ralf Ludwig die Urkunde entgegen: „Die Auszeichnung ist für uns eine weitere Bestätigung und Ansporn für die Qualität unserer Beratung, die sich immer an den jeweiligen Kundenbedürfnissen orientiert“, kommentierte Eppelsheimer den Preis. Wenn es um die Vergabe von Fördermitteln gehe, werde sehr viel Fachwissen der Kundenberater benötigt und die Prozedur sei wesentlich aufwändiger, als bei einer Kreditvergabe ohne Förderprogramme. „Dieses Engagement entspricht genau unserem Förderauftrag, den Privat- und Firmenkunden in der Region ein starker und verlässlicher Partner zu sein.“

Sie sind auch an Fördermittelkrediten interessiert? Bei der Auswahl des richtigen Förderprogramms helfen die Firmenkundenspezialisten der Volksbank Alzey-Worms unter 06241 841-0.

01.07.2022 - Vertreterversammlung 2022
Vertreterversammlung 2022
Der scheidende stellv. Aufsichtsratsvorsitzende Harald Silz (3. von rechts) mit den Kollegen der Geschäftsführung (vl.n.r.: Franz-Josef Thümes, Sabine Hermsdorf, Michael Stache, Günter Brück, Tobias Schmitz) - Foto: Rudolf Uhrig

Ergebnis deutlich über den Erwartungen

Vertreterversammlung der Volksbank Alzey-Worms stimmt über erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 ab/ Fusion mit der Raiffeisenkasse Erbes-Büdesheim beschlossen

Michael Stache, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Alzey-Worms, brachte in seiner Begrüßung auf den Punkt was viele dachten: „Ich empfinde große Freude über die Tatsache, dass wir unsere Vertreterversammlung hier im Wormser Mozartsaal wieder in Präsenz durchführen können.“ In den vergangenen beiden Jahren musste die wichtigste Veranstaltung der Volksbank pandemiebedingt nämlich durch ein schriftlich/digitales Umlaufverfahren ersetzt worden. „Es ist gut, dass wir diese Möglichkeiten haben“, so Stache weiter, „aber die persönliche Begegnung und der direkte Austausch sind durch nichts zu ersetzen.“ 

Genau dies war ihm auch wichtig in Sachen Weiterentwicklung und Digitalisierung in der Bank. Man gestalte die Geschäftsstellen zu sogenannten „Filialen der Zukunft“ um und biete umfangreiche Onlinebanking-Möglichkeiten, denn man möchte den unterschiedlichen Kundenwünschen gerecht werden. „Aber wir verlieren nicht den persönlichen Kontakt aus den Augen“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Wir brauchen den direkten Kontakt, weil wir nur so unsere Kunden wirklich kennenlernen können.“ Und das sei es schließlich, was die Volksbank auszeichne. Man kenne sich und habe Vertrauen zueinander. 

Auch Vorstandssprecher Günter Brück war die Freude über das Wiedersehen mit den Vertretern anzusehen, der im ersten Teil des Vorstandsberichtes über das nicht einfache, aber dennoch sehr erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 und die vielen herausfordernden Themen sprach, mit denen sich die Bank konfrontiert sah und auch weiterhin sieht. Hierbei spielen unter anderem Dauerbrenner wie die schon angesprochene fortschreitende Digitalisierung und die Regulatorik eine große Rolle. So führen neue Anforderungen der BaFin beispielsweise im Bereich Geldwäsche zu immenser zeitlicher Beanspruchung der Mitarbeiter und zu sehr hohen Kosten. Gravierender seien jedoch die neuen Eigenkapitalanforderungen, die ab Februar nächsten Jahres greifen. Um die Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems zu stärken, hat die BaFin zwei Maßnahmen beschlossen, durch die über 30 Mio. Euro Eigenkapital vorgehalten werden müssen. Dadurch werde der Bank 330 Mio. Euro potenzielles Investitionsvolumen genommen – sprich: Dieses Geld kann nicht als Kredite in die Region gegeben werden.

Negativzinsen und Verwahrentgelt waren ebenfalls für die Volksbank ein Thema im letzten Jahr, wenn man damit auch sehr restriktiv umging und lediglich mit einigen wenigen Privatanlegern und mit Firmenkunden ab einem Guthaben von 500.000 Euro entsprechende Vereinbarungen getroffen hat. Nur 2,5 % der gesamten Einlagen waren davon betroffen. „Wir hoffen“, so Brück, „dass das unsere Kunden nicht so schnell vergessen werden.“

Die Zinswende habe sich jedoch bereits im letzten Jahr angedeutet. Günter Brück verdeutlichte dies an der Entwicklung des 10-Jahres-SWAP-Satzes als Grundlage für die Zinskalkulation im Kreditgeschäft, der in der zweiten Jahreshälfte 2021 von -0,25 % auf +0,3 % gestiegen ist. Das Ergebnis der Bank wurde dadurch jedoch nur geringfügig beeinflusst.

Viele Kunden profitierten von einem äußerst guten Börsenjahr und investierten einen Teil ihres Vermögens in Wertpapiere. „Das ist aus unserer Sicht auch unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung nach wie vor die richtige Strategie“, unterstrich Brück. „Eine langfristige Investition am Aktienmarkt bringt – das ist Fakt – die höchste Rendite.“

Aktuelle Themen wie der brutale Überfall Russlands auf die Ukraine, die damit verbundene Gas-Problematik und nachhaltige Auswirkungen auf die Wirtschaft sprach Brück ebenfalls an und war sicher: „Wir werden die Folgen noch lange spüren.“

Auch aus den Bankgremien hatte Günter Brück einiges zu berichten. So habe der Vorstand nach dem ruhestandsbedingten Ausscheiden von Arno Zimmermann Ende letzten Jahres die Zielgröße von vier Mitgliedern erreicht. Auch der Aufsichtsrat ist in den letzten Jahren auf die Zielgröße von 18 Mitgliedern abgeschmolzen – 12 davon sind von der Vertreterversammlung gewählt und 6 sind Mitarbeitervertreter. Außerdem wurde Anfang des Jahres vom Aufsichtsrat ein neuer und in Teilen verjüngter Beirat benannt. 

 

Mit einem Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die natürlich die Entwicklung der Bank beeinflusste, leitete Günter Brück dann zu seinem Vorstandskollegen Tobias Schmitz über, der die zugehörigen Zahlen des Jahresabschlusses präsentierte Diese lagen deutlich über den Erwartungen der Geschäftsführung. Die Bilanzsumme hat sich zum Vorjahr um 7,9 % auf knapp 4,8 Mrd. Euro erhöht. Wachstumstreiber war vor allem das starke Kundenkreditgeschäft, welches um satte 9,3 % auf 3.476 Mio. Euro gestiegen ist. Zum Vergleich: durchschnittlich lag das Kreditwachstum der deutschen Genossenschaftsbanken bei 6,9 %. Das Wachstum vollzog sich neben den privaten Baufinanzierungen insbesondere im Firmenkundengeschäft. Hierbei betonte Schmitz auch, dass am Jahresende die Auswirkungen der Corona-Krise im Hinblick auf Ratenaussetzungen oder Zinsstundungen nur noch von untergeordneter Bedeutung waren. Für alle bekannten Risiken im Kundenkreditgeschäft sei ausreichend Vorsorge getroffen worden, außergewöhnliche Kreditrisiken aus der Pandemie hätten sich nicht ergeben.

Auch auf der Einlagenseite gab es ein kräftiges Wachstum von insgesamt 267 Mio. Euro oder 7,9 % (Vergleich Genossenschaftsbanken: 5,4 %). Der Zuwachs erfolgte wie seit vielen Jahren aufgrund der Niedrigzins-Problematik ausschließlich bei den kurzfristigen Einlagen und war zusätzlich geprägt durch geringere Konsumausgaben während der Corona-Pandemie und damit verbundener sehr hoher Sparquote.

Die Kundeneinlagen bei den Verbundpartnern, insbesondere bei Union Investment, erhöhten sich um deutliche 15,3 %, was zu einem Gesamtwachstum der Einlagen von 10,3 % führte. Für Tobias Schmitz eine „beeindruckende Entwicklung.“ Man sei als Wertpapierbank gefragter Partner für die Kunden, die Umsätze in diesem Bereich haben sich um 22 % erhöht, die Kundendepotanzahl gar um 76 %.

Auch das Team der Immobilien GmbH, Tochter der Bank, hat mit 105 vermittelten Objekten und 37,7 Mio. Euro Objektumsatz ein beeindruckendes Ergebnis hingelegt.

Sowohl Zins- als auch Provisionsüberschuss erhöhten sich deutlich – insgesamt um 9,5 %. Beim Zinsüberschuss schlägt die nachträgliche Dividendenzahlung der DZ BANK, die aufgrund des pandemiebedingten Dividendenverbotes im Jahr 2020 nichts ausschütten durfte, mit ca. 50 % zu Buche, das Provisionsergebnis profitierte vom guten Wertpapiergeschäft. 

Der Verwaltungsaufwand blieb trotz Investitionen in technische Ausstattung und Digitalisierung stabil. Das Betriebsergebnis lag mit 40,5 Mio. Euro um 30 % über dem des Jahres 2020 und über dem Wert vergleichbarer Banken. Das Eigenkapital konnte mit 23,6 Mio. Euro umfangreich gestärkt werden und mit 13,3 Mio. Euro Steueraufwand leistete man einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl. Aus dem Jahresüberschuss – das beschloss die Vertreterversammlung am selben Abend – konnten die Rücklagen mit 6,0 Mio. Euro dotiert werden.

„Wir haben erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr hinter uns gebracht“, resümierte Tobias Schmitz am Ende seines Berichtes. „Sowohl die Kundeneinlagen als auch -forderungen lagen über unseren Erwartungen und das Betriebsergebnis war überdurchschnittlich. Wir haben keine stillen Lasten, sind eigenkapitalstark und weisen bestens geordnete Verhältnisse aus.“

Letztes bestätigt auch der Genossenschaftsverband in seinem Prüfungsbericht, welcher der Bank ein lupenreines Zeugnis ausstellt. Das zusammengefasste Prüfungsergebnis wurde durch den stellv. Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Silz verlesen.

Die Dividendenhöhe wurde von der Versammlung mit 2 % plus 1 % Bonus aufgrund der guten geschäftlichen Entwicklung festgelegt.

In den Aufsichtsrat einstimmig wiedergewählt wurden Astrid Auer, Manfred Ludwig und Philipp Wittmann. Neu gewählt wurde – ebenfalls einstimmig – Stephan Cerny, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus Alzey. Diese Neuwahl erfolgte aufgrund des altersbedingten Ausscheidens des langjährigen Aufsichtsratsmitgliedes Harald Silz aus Mainz nach über 36 Jahren in diesem Gremium. Er begann seine Karriere zunächst bei der Volksbank in Finthen, und setzte diese dann durch Fusionen bei der VR-Bank Mainz und zum Schluss bei der Volksbank Alzey-Worms fort. Während dieser Zeit war er viele Jahre Vorsitzender oder – wie auch zuletzt – stellvertretender Vorsitzender. Bei der Verabschiedung am Ende der Veranstaltung erhielt er aus den Händen des Verbandsvertreters Arkadiusz Hinca die Ehrennadel in Gold. In den Abschiedsworten von Michael Stache und Günter Brück schwangen denn auch Wehmut und große Dankbarkeit mit. Sowohl fachlich wie auch menschlich – darin waren sich beide einig – werde Harald Silz nur schwer zu ersetzen sein. Er habe bei kaum einer Sitzung gefehlt und sei immer mit klugem Rat zur Stelle gewesen. Er selbst ließ danach seine lange Zeit im Aufsichtsrat humorig Revue passieren und betonte die gute und konstruktive Zusammenarbeit sowohl mit den ehemaligen als auch mit den aktuellen Aufsichtsrats- und Vorstandskollegen.

 

Großen Raum der diesjährigen Vertreterversammlung nahm am Ende auch die Abstimmung über die Verschmelzung der Bank mit der Raiffeisenkasse Erbes-Büdesheim ein. Vorstandssprecher Günter Brück hatte zuvor kurz Revue passieren lassen, wie es zu den Fusionsüberlegungen kam und wie die Gespräche hierzu verliefen. Die Raiffeisenkasse, so betonte er, sei eine gut geführte Bank mit solider Eigenkapitalausstattung. Jedoch könne eine solche Bank aufgrund der überbordenden Bürokratie und Regulatorik auf Dauer nicht überleben, daher seien die dortigen Kollegen auf den Vorstand der Bank zugekommen.

In Erbes-Büdesheim sei eine tragende Säule auch das wichtige Warengeschäft. Dieses werde nach dem Zusammenschluss – so ist es im Fusionsvertrag festgeschrieben – bis mindestens Ende 2029 weitergeführt, was neben der Weiterbeschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter die wichtigste Forderung aus Erbes-Büdesheim war. Man habe sich schnell und einvernehmlich über alles geeinigt, berichtete Günter Brück.

Bedenken hatte es im Vorfeld dennoch von Seiten der Bauern- und Winzerverbände hinsichtlich des Fortbestandes des Warengeschäftes gegeben, jedoch hat die dortige Mitgliederversammlung letztlich mit 87 % zugestimmt.

Dieses Ergebnis wurde von der Wormser Vertreterversammlung – erwartungsgemäß – deutlich übertroffen, der Beschluss zur Verschmelzung erfolgte einstimmig.

18.05.2022 - Cybercrime und Wirtschaftsspionage
Foto: Rudolf Uhrig

Voller Erfolg: Veranstaltung für Unternehmerinnen und Unternehmer am 18. Mai „Cybercrime und Wirtschaftsspionage“ – der Rückblick

Nach zwei Jahren Pandemie starteten wir am 18. Mai mit einem hochaktuellen Thema in die Veranstaltungsreihe der Bank für Firmenkunden und konfrontierten sie hautnah mit Cyberangriffen und Wirtschaftsspionage.

Der IT-Sicherheitsexperte Erwin Markowksy, professioneller Hacker und Experte für die Risiken im Umgang mit dem Internet und mit Smartphones, präsentierte in unserem Auftrag welche Gefahren aktuell im Internet lauern.

Im gut gefüllten, coronagerecht bestuhlten Tagungssaal von juwi Wörrstadt verfolgten die Regionalparter dieser Plattform mittelstandsforum-rheinhessen.de und über 120 weitere Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region einen spannenden Live-Hacking-Vortrag.

Ob Passwort, Smartphone, WLAN oder E-Mail-Konto – nichts ist vor Hackern sicher. Oft reicht ein unbedachter Klick und schon ist es passiert: Schadsoftware, und damit ein Fremder, hat sich auf den Unternehmens- oder Privatcomputer eingeschlichen. Von diesem Augenblick an kann gründlich ausspioniert werden. Welche Gefahren im alltäglichen Leben drohen, konnten die Teilnehmenden eindrucksvoll und praxisnah erleben. Dass eine solche Attacke für Unternehmen äußerst unangenehm und oft geschäftsschädigend ist, versteht sich von selbst.

Vorstandsmitglied Tobias Schmitz betonte in der Begrüßung, wie wichtig und komplex dieses Thema durch die stetig voranschreitende Digitalisierung der letzten Jahre geworden sei. Er stellte auch die anwesenden Cyber-Spezialisten der R+V Versicherung als genossenschaftliche Partnerin der Bank vor und betonte, dass die R+V im Vergleich zu anderen Unternehmen der Versicherungsbranche noch mit einer eigenen Cyberpolice für Privat- und Geschäftskunden umfassenden Schadenersatz leistet bei Verlusten durch Internetgeschäfte und Vermögensschäden nach Identitätsmissbrauch, beispielsweise durch Pishing, Datenmissbrauch oder Cyber-Mobbing – während sich immer mehr Versicherer aus diesem Geschäftsfeld verabschiedet haben.

Schmitz erwähnte in seiner Rede die neuen Hackerkampagnen gegen deutsche Unternehmen vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs, vor denen das Bundesamt für Verfassungsschutz die Vertreter der deutschen Wirtschaft zu besonderer Vorsicht aufrief.

Wie man sich vor solchen teilweise vollständig automatisierten Angriffen schützen kann, erläuterte Erwin Markowsky in seinem mit viel Technik und Visualisierung unterstützten Vortrag auf zwei Großleinwänden.

„Ein starkes Passwort besteht aus mindestens 14 Zeichen: Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen. Außerdem sollte man seine Kennwörter regelmäßig austauschen und niemals ein einziges Kennwort für alle Zugänge nutzen“, sagte der Experte. „Informationssicherheit betrifft mich nicht!“ – das sei der meistgenannte Satz im Zusammenhang mit Internetkriminalität. Dass dies schlichtweg falsch ist, zeigte der erfahrene Referent und Trainer eindrucksvoll mit praxisnahen Beispielen.

Immer wieder kommt es vor dass Hacker die Datenbanken von Unternehmen knacken und Zugangsdaten von Nutzern entwenden. Oft wissen User nicht, wie sie herausfinden können, ob auch Ihr Account vom Angriff betroffen ist, so Markowsky. Auf diese Frage weiß die kostenfreie Seite "Have I Been Pwned" die Antwort: Unter https://haveibeenpwned.com/ kann jeder Nutzer schnell herausfinden, ob ihre Zugangsdaten gestohlen wurden. Sie tippen dort E-Mail-Adresse oder Telefonnummer in die Suchzeile ein und finden in Sekundenschnelle heraus, ob ihr Account betroffen ist.

Während des Vortrages erlebten die Gäste live und hautnah, wie kriminelle Hacker vorgehen. Ob Notebook, Smartphone, Webcam oder Kennwort – Markowsky hackte live auf der Bühne die alltäglichen Internetbegleiter – auch die der Gäste vor Ort. Anschaulich zeigte er, wie einfach Passwörter innerhalb von Sekunden geknackt werden können und riet allen Anwesenden, ausschließlich komplexe Passwörter bestehend aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden.

Der Schaden, der deutschen Unternehmen und privaten Internetnutzern jährlich durch Cyber-Kriminalität entsteht, geht mittlerweile in die mehrstellige Millionenhöhe. So belegen bei den größten Unternehmensrisiken die Gefahren aus dem Netz mittlerweile einen der vorderen Plätze. Und die Methoden der Täter sind vielfältig. Doch wer weiß, wo die Gefahren lauern, kann sich effektiv vor ihnen schützen.

„Viele Internet- und Handynutzer nehmen einfache Sicherheitstechniken wie die Verwendung von Firewalls und Virenschutz-Software, aber auch das Nutzen starker Passwörter, nicht ernst und bemerken diesen Fehler erst, wenn es zu spät ist“, antwortete Erwin Markowsky, befragt nach der Wirkung von Schutzprogrammen. Sein Credo: „Mit aktuellen Schutzprogrammen geben Sie Viren und Trojanern keine Chance.“

Neben allgemeinen Problemen und Lösungen bei Fragen von PC- und Handysicherheit wurden auch konkrete rechtliche Probleme thematisiert, die sich immer wieder bei der Internetnutzung ergeben. Dazu gehören vor allem die Themen Privatsphäre und Datenschutz.

Am Ende des realitätsnahen Vortrages stand für alle Gäste die Erkenntnis, sich nicht allein auf die Technik verlassen zu dürfen. Ob im privaten oder beruflichen Umfeld, es ist immer der Mensch die wichtigste Waffe im Kampf gegen die Cyber-Kriminalität. Schon durch das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit den sensiblen Daten ist ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet.

Zusammenfassend halten die Firmenkundenbetreuer und Versicherungsexperten von Volksbank Alzey-Worms und R+V Versicherung die PDF „10 Gebote der Internetsicherheit“ bereit, außerdem Lösungen zur Absicherung von Attacken aus dem Internet.

Die Veranstaltung schloss Firmenbankdirektor Jürgen Eppelsheimer mit der Einladung der Gäste zu einem ausklingenden Gedankenaustausch bei rheinhessischen Weinen und Brezeln.