Sterne des Sports
Die Vorsitzende des KKSV, Katja Klein, nahm den Großen Stern des Sports in Bronze mit Preisgeld im Beisein von Tobias Schmitz, Vorstandsmitglied der Volksbank Alzey-Worms, Sportdezernent Günter Beck, Ortsvorsteher Manfred Mahle und Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen, entgegen (von links).

Sportbund Rheinhessen, Mainzer Volksbank und Volksbank Alzey-Worms zeichnen Sieger der „Sterne des Sports“ corona-konform aus

Mit den Sternen des Sports zeichnen die Volksbank Alzey-Worms und die Mainzer Volksbank gemeinsam mit dem Sportbund Rheinhessen jene Vereine aus, die sich ganz besonders für gesellschaftliche Belange einsetzen. Eine hochkarätige Fachjury hat nun online getagt, die Bewerbungen von fast 50 Vereinen genau unter die Lupe genommen und die Sieger ausgewählt. Eine große, gemeinsame Ehrungsveranstaltung ist in Coronazeiten nicht möglich, deshalb haben sich die Partner der Sterne des Sports in Rheinhessen zu einem geänderten Auszeichnungsverfahren entschieden. Als Sieger wurden die Sportakrobaten des KKSV Mainz-Finthen und der FC Ente Bagdad/Vitesse Mayence ausgezeichnet.

Neu ist in diesem Jahr, dass sowohl die Mainzer Volksbank als auch die Volksbank Alzey-Worms für ihre Geschäftsgebiete in Rheinland-Pfalz jeweils einen ersten Preis ausloben.

Den Startschuss gab die Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz. Ihr Sieger, der Kunst-Kraft-Sport-Verein Mainz-Finthen, freut sich über den Großen Stern des Sports in Bronze und 2000 Euro Preisgeld. Das Projekt „Starke Mädchen machen sich für Mädchen stark" und "Senioren Freude schenken“ schaffte es auf den dortigen Siegerplatz. „Der KKSV hat eine sehr gute Bewerbung abgegeben, die eindrucksvoll zeigt, was Sportvereine über den Sport hinaus leisten“, lobt Tobias Schmitz, Vorstandsmitglied der Volksbank Alzey-Worms.

„Der Verein greift in Finthen gerade vor dem Hintergrund der Pandemie ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf und wendete sich mit einer gezielten Schaunummer an Menschen, die im Seniorenheim keinen Besuch bekamen. Diese Initiative fand große Beachtung und überzeugte die Jury durchweg.“

KKSV-Vorsitzende Katja Klein nahm den Preis entgegen. Sie erinnerte daran, dass die Coronakrise auch für ihren Verein eine große Herausforderung darstellt und wie wichtig Sport im Verein für Kinder und Jugendliche ist. „Die alten Menschen leiden unter der Kontaktbeschränkung und auch darunter, dass viele Aktivitäten der Seniorenheime ausgefallen sind. Um diesen Menschen Freude zu schenken, haben unsere Akrobaten für das Seniorenheim an den Lehmgruben in Finthen und das Caritas-Altenzentrum Maria König in Drais eigene Choreografien erarbeitet und vor den Häusern vorgeführt.“ Von den Balkonen und Fenstern aus konnten die Bewohner zuschauen. Da auch die Sportler der Kontaktbeschränkung unterlagen, wurden alle Choreografien mit den eigenen Geschwistern ausgedacht und trainiert.

Außerdem unterstützen die Finther Sportakrobaten Waisenkinder in Kenia. Unter dem Motto „Starke Mädchen machen sich für Mädchen stark“ bietet der Verein OGUYO SMALL HOME,, Aids-Waisen in Kenia die Chance auf ein besseres Leben. „Für sie sammeln unsere Sportler seit Jahren tatkräftig Spenden, um die damalige Errichtung und Unterhaltung des Waisenhauses zu unterstützen.“

Der KKSV nimmt nun an der Siegerehrung auf Landesebene teil und darf darauf hoffen, den Sprung ins Bundesfinale nach Berlin zu schaffen. „Wir gehen mit einer guten Bewerbungen ins Rennen“, freut sich Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen.

Sportdezernent Beck, Ortsvorsteher Mahle und Präsident Kuhn lobten unisono das Engagement des KKSV und unterstrichen die Bedeutung der Wiederaufnahme der Vereinsaktivitäten nach dem Corona-Lockdown. Weitere Sterne werden in den kommenden Tagen vergeben.

Weitere Ergebnisse:

Der zweite Siegerverein heißt FC Ente Bagdad/Vitesse Mayence und setzt sich mit dem Projekt „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“, einer Initiative gegen Rassismus, durch. Der Verein setzt ein wichtiges Zeichen für Weltoffenheit, Vielfalt und Respekt und bewarb sich bei der MVB.

Der FC Livingroom freute sich über den zweiten Platz mit seinem „Professionellen Hallenfußballturnier für Jugendzentren, Schulen und Flüchtlingsunterkünfte“, den dritten Rang teilten sich die TGM Gonsenheim mit „Toben, Turnen, Tanzen nach Kindergarten und Schule“ und der ARSV Solidarität Mainz mit „Bewegen, ohne sich wegzubewegen“. Fünfter wurde VfR Wormatia Worms mit dem Projekt „Wormatia hilft in Coronazeit!“. Die beiden Banken zeichneten mit ihren Vorständen und Sportbund-Präsidiumsmitgliedern die Vereine von Rang zwei bis fünf ebenfalls vor Ort aus.

Die Platzierten bis Rang 20 erhalten Urkunde und Preisgeld per Post.

„Die Einzelpreisverleihungen vor Ort bei den Vereinen sind in Coronazeit eine gute Lösung, um den Preis stilvoll zu überreichen, da wir durch die Kontaktbegrenzung auf eine große Ehrungsgala verzichten wollen“, freut Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. „Die Öffentlichkeit und auch das Preisgeld tut den engagierten Vereinen der Sterne des Sports besonders in diesen Zeiten sehr gut. Wir freuen uns, dass die beiden Volksbanken uns auch in der Krise als verlässlicher Partner zur Seite stehen und viele Vereine davon profitieren.“

Fotos der Einzelpreisverleihungen auf Bronze-Ebene

FC Livingroom
Von links: Joachim Friedsam, Geschäftsführer Sportbund Rheinhessen, Nick Schwiderski, FC livingroom, Vita Eisfeld, Vorsitzender FC livingroom Mainz, Franz-Josef Thümes, Vorstandsmitglied Volksbank Alzey-Worms, Monika Schlau, Volksbank Alzey-Worms

Die letzte der coronabedingten fünf Einzelpreisverleihungen vor Ort bei den Siegervereinen wurde beim FC livingroom auf dem Lerchenberg ausgerichtet. Vorsitzender Vita Eisfeld freute sich über den zweiten Platz mit seiner Initiative „Professionelles Hallenfußballturnier für Jugendzentren, Schulen und Flüchtlingsunterkünfte“ und dem damit verbundenen Preisgeld von 1500 Euro aus den Händen von Vorstandsmitglied Franz-Josef Thümes. Der Fußballverein richtet seit neun Jahren ein großes Turnier für Jugendliche aus Jugendzentren, Schulen und Flüchtlingsunterkünften in Mainz und Umgebung aus. Dem Verein ist es sehr wichtig, die Aktivitäten der Stadt Mainz zu unterstützen und so auch den jährlichen livingroom Cup ins Leben gerufen. Ziel ist es, Mädchen und Jungen von der Straße zu bekommen, sie gemeinsam Fußball spielen zu lassen. Die Veranstaltung ist von Jahr zu Jahr gewachsen, mittlerweile spielen über zehn Mannschaften mit. Die Teilnahme ist für die Jugendlichen kostenlos, auch für die Verpflegung ist gesorgt. Der Verein bietet Freizeiten und präventive Aktionen an, die für den Zusammenhalt und die Selbstständigkeit der Kids wichtig sind. Vita Eisfeld spricht mit Begeisterung über die Initiative: „Teenager im Alter von 14 bis 17 Jahren sind eine oft vernachlässigte Gruppe. Dabei ist gerade dieses Alter sehr prägend. Ihnen bieten wir die Möglichkeit, an fairen Wettkämpfen teilzunehmen und zeigen ihnen, dass sie eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielen." Der Verein bietet auch Freizeiten und präventive Aktionen an, die für den Zusammenhalt und die Selbstständigkeit der Kids wichtig sind.  

Von links: Andreas Maurer, Vorsitzender TGM, Isabell Hach, Projektmanagerin TGM, Sabine Flegel, Ortsvorsteherin, Klaus Kuhn, Präsident des Sportbund Rheinhessen, Franz-Josef Thümes, Vorstandsmitglied Volksbank Alzey-Worms

Die Bewerbung der drittplatzierten Turngemeinde Mainz-Gonsenheim zeigt unter dem Motto „Toben, Turnen, Tanzen nach Kindergarten und Schule“ das starke Engagement für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren. Die Sportgruppen sind so gestaffelt, dass diese vom Krabbelalter an nach und nach in die nächste altersgerechte Sportart weiterrücken können.

Das Programm bietet Orientierung und richtet sich sowohl am Breiten- als auch dem Leistungssport aus. Motorisch eingeschränkte Kinder haben die Möglichkeit, ein spezielles  motopädagogisches Turnen zu betreiben. Das Preisgeld für diese Maßnahme beträgt 1.000 Euro. TGM-Vorsitzender Andreas Maurer ist besonders stolz auf die Kooperation mit der Maler-Becker-Grundschule und dem Otto-Schott-Gymnasium, um die Schüler systematisch an den Sport heranzuführen. „Der Verein bietet auch Freizeiten und präventive Aktionen an, die vor allem für die Stärkung des Zusammenhalts und die Selbstständigkeit der Jugendlichen wichtig sind.

Von links: Herbert Hofmann, Ehrenpräsident des Sportbund Rheinhessen, Christian Bub, Wormatia, Jochen Schneider, Vorsitzender Wormatia Worms, Günther Brück, Vorstandssprecher Volksbank Alzey-Worms

Die zweite von fünf Einzelpreisverleihungen fand für die fünftplatzierte VfR Wormatia Worms statt, pandemiebedingt auf dem Sportgelände des Clubs in Worms. Die Bewerbung des VfR Wormatia Worms besticht durch seine Direktleistung: Zu Beginn der Pandemie im März standen auf einen Schlag sämtliche Vereinsaktivitäten still, alle Mannschaften hatten Pause und der Fußball rückte weit in den Hintergrund. Sinnvolle Beschäftigung fanden die Spieler und Mitarbeiter des Fußballclubs als Alltagshelfer für ältere Menschen, die ihr Haus nicht mehr verlassen konnten, und die sie durch Einkäufe oder sonstige Besorgungen unterstützten. Unter dem Motto „Wormatia hilft“ rief der Verein Hilfesuchende auf, sich an die Geschäftsstelle des Vereins zu wenden, um entsprechende Hilfe zu bekommen. Wegen der nachlassenden Nachfrage im Rahmen der allgemeinen Lockerungen wurde das Engagement im Juni vorerst eingestellt. Der Wormatia-Vorsitzende  Jochen Schneider berichtete, wie es war, als zu Beginn der Coronakrise die Trainings- und Spielmöglichkeiten auf dem Rasen nicht mehr stattfanden und hieraus eine große solidarische Hilfeleistung des Vereins entstand, die von der Bevölkerung rege in Anspruch genommen wurde. „Hier wurde wieder einmal deutlich, dass wir von der Wormatia Worms über den Sport hinaus für die Menschen in unserem Lebensumfeld da sind und Hilfe geben, wo sie nötig ist. Das ist eine tolle Visitenkarte für unseren Verein.“ Auch der Ehrenpräsident des Sportbund Rheinhessen, Herbert Hofmann, freute sich über die Anerkennung der Arbeit der Wormser Fußballer.

In dieser Reihenfolge werden die Preise vergeben:

Do., 17.09.2020, 17:00 Uhr
Kunst-Kraft-Sportverein 1954 eV Mainz-Finthen
1. Platz der VB Alzey-Worms (2.000 Euro)

Haus des Sports
Rheinallee 1, 55116 Mainz
Vertreter Bank und Sportbund: Herren Schmitz und Kuhn (Präsident SpbRhh)
Vertreter Verein: Oliver Dening, Schatzmeister, evtl. Janina Radovic, reichte Konzept ein

Di., 22.09.2020, 16:30 Uhr
Wormatia Worms (500 Euro)
5. Platz Gesamtwertung

Gelände der VfR Wormatia 08 Worms
Alzeyer Straße 131, 67549 Worms
Vertreter Bank und Sportbund: Herren Brück und Hoffmann (Ehrenpräsident SpbRhh)
Vertreter Verein: Jochen Schneider, Vorsitzender, Christian Bub, reichte Konzept ein

Do., 24.09.2020, 17:00 Uhr
TGM 1861 eV Mainz-Gonsenheim (1.000 Euro)
3. Platz Gesamtwertung

Gelände der Turngemeinde Mainz-Gonsenheim
Kirchstraße 45-47, 55124 Mainz-Gonsenheim
Vertreter Bank und Sportbund: Herren Thümes und Kuhn (Präsident SpbRhh)
Vertreter Verein: Andreas Maurer, Geschäftsführer

Do., 01.10.2020, 17:00 Uhr
FC Livingroom (1.500 Euro)
2. Platz Gesamtwertung

Gelände des FC Livingroom
Restaurant Bergschön
Rilkeallee 58, 55127 Mainz-Lerchenberg
Vertreter Bank und Sportbund: Herren Thümes und Friedsam (GF SpbRhh)
Vertreter Verein: Vita Eisfeld, Vorsitzender

MVB-Preisverleihung am Do., 01.10.2020, 17:00 Uhr
Vertreter Bank und Sportbund: Herren Abel und Kuhn (Präsident SpbRhh)
FC Ente Bagdad/Vitesse Mayence eV
1. Platz der MVB

ARSV Solidarität eV 1898
3. Platz Gesamtwertung

Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden
1. Platz für Hessen der MVB