Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau

Kräfte bündeln zum Wohle des Einzelnen und der Gemeinschaft

Der Vergleich ist drastisch: Die Menge fossiler Brennstoffe, die die Menschheit in einem Jahr verbraucht, hat zuvor eine Million Jahre zur Entstehung benötigt. Man muss hier weder Fachmann noch Mathematiker sein, um zu erkennen, dass dieser rasante Verbrauch so nicht mehr lange weitergehen kann.

Zwar hat sich in Sachen Alternative Energieformen in den letzten Jahren schon viel getan – die Möglichkeiten, Sonne, Wind oder Erdwärme zu nutzen, sind mittlerweile zahlreich geworden und haben einen erfolgreichen Siegeszug angetreten. Es wäre jedoch verfrüht, wenn sich die Gesellschaft darauf ausruhen würde. Die Thematik hat nichts an Brisanz verloren, nach wie vor geht es – auch vor dem Hintergrund des dramatischen Klimawandels – für alle Menschen um die Erhaltung des eigenen Lebensraumes. Daher sollte sich heute jeder Bürger, jedes Wirtschaftsunternehmen und jede Kommune die Frage stellen, welcher Beitrag im Sinne einer nachhaltigen Energiewende konkret geleistet werden kann.

 

Damit man sich dabei nicht alleine gelassen fühlt und die Kosten nicht explodieren, setzt genau hier die Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau eG an. Neben dem EWR, der Stadt Worms und Ihrer Volksbank Alzey-Worms eG gehören weiterhin die Fachhochschule Worms, die Innung für Elektro- und Informationstechnik in Rheinhessen, die Sparkasse Worms-Alzey-Ried und die Verbandsgemeinden Eich, Guntersblum, Monsheim, und Westhofen zu den Gründungsmitgliedern.

 

Warum man gerade diese Rechtsform gewählt hat, erklärt Vorstandsmitglied Bernd Hühn so: „Eine Genossenschaft steht wie keine andere Unternehmensform für Kooperation und wirtschaftliches Handeln zum Wohle der Gemeinschaft und des einzelnen Mitgliedes gleichermaßen. Sie ist daher prädestiniert für den komplexen Unternehmenszweck, den ein Einzelner so nicht erfüllen könnte."

Diesen Zweck erläutert Helmut Antz (EWR): „Es geht um Planung, Finanzierung, Errichtung, sowie den Betrieb und die Unterhaltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien, zur Stromspeicherung und zum Absatz der gewonnenen Energie. Außerdem wollen wir Unterstützung und Beratung im Hinblick auf die Energiegewinnung, Energieeffizienz und Energieeinsparung bieten."

 

Die ersten Projekte, ein Windrad und eine Fotovoltaikanlage, wurden schon realisiert, bzw. sind in Vorbereitung. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass die Genossenschaft, bei der man bereits ab einer Anteilszeichnung von 500 Euro Mitglied werden kann, auf ein breites Interesse in der Öffentlichkeit stößt. „ Wir möchten ein ganz klares Zeichen setzen", so die beiden Vorstandsmitglieder, „für eine lebenswerte Zukunft in unserer schönen Region und in der Welt.“